Stellungnahme der Bürgerinitiative „Kein Kiesabbau in Wiedelah“
zum 1. Entwurf RROP 2025
Die Bürgerinitiative „Kein Kiesabbau in Wiedelah“ hat den Entwurf im Hinblick auf die Vorranggebiete Rohstoffgewinnung (Kies) Nr. 66 und 67 sowie 68 mit Entsetzen zur Kenntnis genommen.
Die Planung im RROP-Entwurf ist eine Katastrophe. Die genannten Vorranggebiete bedeuten die völlige Zerstörung des Dorfes Wiedelah.
Auf den Zeichnungen des Regionalverbandes ist Wiedelah als Insel zwischen Kiesabbaugebieten, Bahnlinie und Autobahn A36 zu erkennen.
Zu den bereits jetzt vom Betonwerk der Firma Papenburg im Osten und von der neuen Autobahn A36 (hochgestuft, ehemals Bundesstraße B6n) im Süden / Südwesten ausgehenden gravierenden Lärm- und Staubemissionen kämen mit den Kiesabbauflächen im Norden und Nordosten weitere massive Lärm- und Staubbeeinträchtigungen hinzu – durch Bagger, Brecher, Förderbänder und weiteren massenhaften Lkw-Verkehr durch das Dorf.
Die Kiesabbaugebiete grenzen zudem unmittelbar an die Siedlung (Abstand z.T. nur 15m) und den Schulsportplatz. Hier würde z.B. am Tage während des Schulsportes ein Lärm von ca. 90 dbA herrschen. Tragen die Wiedelaher Kinder beim Schulsport dann Gehörschutz (Pflicht ab 85 dbA)?!
Eine Entwicklung des Dorfes durch Neubaugebiete wird durch die Umzingelung mit Kiesabbauflächen unmöglich. Dörfliches Leben in der Natur wird ad absurdum geführt.
Zugunsten der Profitinteressen der Rohstoffindustrie würden die Gesundheit und Lebensqualität der Dorfbewohner geopfert, die Natur und Landschaft unwiderbringlich zerstört und die Wiedelaher Bürger einteignet – deren Grundstücke, Häuser, Wohnungen und Gärten werden mit den Kiesvorhaben wertlos.
Niemand in Wiedelah ist grundsätzlich gegen die Gewinnung von Rohsstoffen – aber mit Maß und Verstand. Es gibt genügend Flächen in Niedersachen, wo Kies gewonnen werden kann, die weniger dicht an einer Siedlung liegen. Die Flächen um Wiedelah gehören nicht dazu.
Die Vorranggebiete Kiesabbau Nr. 66, 67 und 68 sind ersatzlos zu streichen!



